Brown Calla vom Krönchen

17.November 1994 - 22. Juni 2008

Die Eltern

Kalla + Pitscottie

Ausbrecherkönigi n

8 Wochen alt

mit  Sohn Ferris

8mit Tochter Gina

in Herne

mit 13 noch fit

Aus dem 2. und letzten Wurf meiner“ Zotti- Floppy Fawn Kalla“ wollte ich sehr gerne eine Hündin behalten. Ich wohnte noch bei meinen Eltern und mit 3 Hündinnen war deren Toleranzgrenze wirklich erreicht. Ich hatte aber das Glück Peter Neumann kennen zu lernen und wir trafen die Vereinbarung, das eine Hündin, die ich aussuchte in meinen Besitz blieb und ich mit ihr unter meinem Zwingernamen züchten konnte. Nach einigen Überlegungen wählte ich dann Brown Calla vom Krönchen („Calla Neumann“) aus. Wir trafen uns regelmäßig und Calla verbrachte immer wieder einige Zeit bei uns. An der Autobahnabfahrt fing sie schon an zu „singen“ und die Freude war jedes Mal groß. Sie fügte sich immer tadellos in unser Rudel ein. Sie hatte schon einen ordentlichen Dickkopf und man musste auch schon mal streng mit ihr sein. Sie lernte aber sehr schnell und ging auch gerne mit auf den Hundeplatz.

 Ich ließ sie ankören und sie hatte dann ihren ersten Wurf. Ihre Mutterrolle nahm sie  nicht so ernst. Mit prallem Gesäuge rannte sie nach wenigen Tagen mit ihrem Freund Tommy(Retrievermischling) durch Wald und Feld. Es waren sehr schöne Welpen und aus ihrem 2. Wurf wollte ich mir dann eine Hündin behalten. Zu unserer Überraschung bekam sie 7 Rüden und nur eine Hündin. Aus meiner Hündin wurde dann ein blauer Rüde, der sich immer versteckte wenn Leute kamen. Er und ich hatten wohl beschlossen, dass er bleiben würde. Obwohl ich nie einen Rüden wollte habe ich es nie bereut „Ferris“ behalten zu haben.

Ich hatte noch das Glück mit Calla einen letzten Wurf  zu machen. Sie war mal wieder für eine Überraschung gut und brachte uns einen 12-Wurf aus der wir noch unsere „Gina“ haben. Dieser Wurf war sehr anstrengend in der Aufzucht. Calla hatte nach 3 Wochen mal wieder beschlossen, dass ihre Arbeit getan sei und wir uns mal um die Bande kümmern sollten. Sie schaute ab und zu nach dem Rechten oder oder fraß schnell noch die Futterreste. Sie sah nach dem 12- Wurf  tadellos aus. Nur das Schwänzchen war ein bisschen dünn. Ich hingegen war total fertig.

 

Herr Neumann schreibt über Calla:“ Sie war ein Hund mit außergewöhnlicher Toleranz,

insbesondere Kindern gegenüber. Diese konnten mit ihr (fast) alles machen, ohne daß sie auch nur knurrte. Sie war sehr verspielt und wußte sich ihre Streicheleinheiten zu erzwingen. Wer einmal anfing sie zu streicheln, hatte erst einmal längere Zeit etwas zu tun. Wen sie kannte begrüßte sie mit lautem vieltönigen Jaulen. Ich hab es immer „Singen“ genannt.

In den letzten Monaten liebte sie aber auch zunehmend ihre Ruhe und kläffte schon einmal eher auf, wenn man ihr zu nahe kam.

 

Sobald ich im Hause war, wich sie nicht von meiner Seite. Wenn ich mich nur (auf dem Schreibtischstuhl) bewegte, stand sie, in Erwartung, daß ich mich von meinem Platz wegbewegen würde. Das wirkte manchmal unruhig und war bisweilen auch nervig. Das hatte auf der anderen Seite aber zur Folge, daß Calla in ihrem ganzen Leben fast nie eine Leine getragen hat.

 

Calla war ein sehr stiller Hund. Außer vor Freude beim Spielen .oder wenn es mit ihrer Tochter zum Spaziergang ging, hat sie so gut wie gar nicht gebellt. Am liebsten spielte sie mit Bällen. Wenn diese nur zu hören waren (beim Auftupfen) war sie besonders in jungen Jahren nicht zu halten und wurde selbst hinter verschlossenen Türen und in der Wohnung unruhig und fiepte. Durch ihre Vorliebe hat sie sich in den ersten Jahren leider ihre Zähne stark an Tennisbällen abgewetzt. Im ausgiebigen Spiel mit Jugendlichen hat sie auch einige Fußbälle kaputt gebissen.

 

Calla war ein genügsamer Hund. Sie fraß nie besonders viel. Auf ihr Gewicht brauchte man nie achten. Übergewicht gab es nicht (außer in den Phasen der Umstellung auf Erwachsenenfutter bzw. später auf Seniorenfutter). Sie fraß immer nur soviel wie sie brauchte. Ihr Napf war selten leer. Andererseits zeigte sie sich aber durchaus wählerisch und fraß nicht unbedingt alles. Von Fremden nahm sie nur zögerlich selbst die feinsten Leckerchen.

 

Calla war sehr freundlich anderen Hunden gegenüber. Mit zunehmendem Alter nahm die Zeit der freundlich Schwanzwedelnden Kontakte schneller ab und sie kläffte sie nach kurzer Zeit weg. Nach ihren Würfen wurden Welpen stets auf Distanz gehalten.

 

 

Insbesondere während der Läufigkeit konnte sie zeitweise zickig und extrem stur sein.

In den letzten Monaten wußte ich nicht immer, ob sie manches wirklich nicht mitbekam oder es nicht mitbekommen wollte.

Besonders zickig konnte sie sein, wenn man ihr die Vorderläufe kämmen wollte. Dagegen war die Fellpflege unter dem Fuß zwischen den Zehen nie ein Problem.

Bis sie sich problemlos kämmen ließ, verging stets mindestens eine kämpferische halbe Stunde. Aber dieser „Kampf“ lohnte sich immer, weil sie danach ihr wunderschönes langes Haar stolz zur Schau stellte.

 

In der letzten Nacht muss sie einen Schlaganfall oder schweren Bandscheibenvorfall erlitten haben. Sie konnte die rechte Seite nicht mehr koordinieren, drehte sich im Kreis und torkelte nur noch herum, so dass sie eingeschläfert werden mußte.

Bis zuletzt war von ihr kein Klagelaut oder Winseln zu hören. Bis auf eine Blasenentzündung in jungen Jahren und zwei Scheinträchtigkeiten brauchte Calla abgesehen von den üblichen Impfungen nie einen Tierarzt.“

 

 

 

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